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Gnocchi al Gorgonzola – cremig, herzhaft und typisch norditalienisch
Gnocchi al Gorgonzola ist eines jener Gerichte, die man nur verstehen kann, wenn man sie einmal in einer italienischen Trattoria gegessen hat. Im Original heißt das Gericht Gnocchi al Gorgonzola e panna, manchmal auch schlicht Gnocchi con salsa al Gorgonzola. Es stammt aus dem Norden Italiens – genauer aus der Lombardei und dem Piemont, wo der berühmte Blauschimmelkäse seinen Ursprung hat. In dieser Region hat man eine besondere Beziehung zu cremigen Käsesaucen. Hier trifft bäuerliche Hausküche auf feine Alpküche.
Herkunft und kulinarischer Hintergrund
Gorgonzola ist einer der ältesten und bekanntesten Blauschimmelkäse Italiens. Sein Ursprung liegt in der gleichnamigen Stadt Gorgonzola, unweit von Mailand. Bereits im 9. Jahrhundert soll der Käse dort hergestellt worden sein. Heute trägt er die geschützte Ursprungsbezeichnung DOP (Denominazione di Origine Protetta). Es gibt zwei Haupttypen: Gorgonzola dolce, mild, cremig und süßlich, und Gorgonzola piccante, kräftiger, würziger und mit festerer Struktur.
In Norditalien verwendet man für die Sauce meist die mildere Variante, weil sie sich harmonisch mit den weichen Kartoffelgnocchi verbindet. Die cremige Sauce umhüllt jede Gnocchi-Kugel und verschmilzt beim Essen mit deren zarter Textur. Es ist ein Gericht, das besonders in den kühlen Monaten beliebt ist – sättigend, wärmend und unkompliziert in der Zubereitung.
Die Gnocchi selbst stammen ursprünglich aus der bäuerlichen Küche, wo übrig gebliebene Kartoffeln weiterverarbeitet wurden. Heute sind sie fester Bestandteil der cucina povera, jener einfachen, aber klugen Kochtradition, die mit wenigen Zutaten viel Geschmack erreicht. Kombiniert man diese fluffigen Klößchen mit Gorgonzola, entsteht ein Gericht, das italienische Seele in Reinform zeigt.
Regionale Unterschiede und Varianten
In der Lombardei ist Gnocchi al Gorgonzola meist üppig mit Sahne zubereitet, manchmal mit einem Spritzer Weißwein. Im Piemont verfeinert man die Sauce gerne mit Walnüssen oder etwas frischem Thymian. In Venetien wiederum ersetzt man die Sahne durch Mascarpone, was eine besonders seidige Konsistenz ergibt.
Einige moderne Interpretationen fügen Radicchio oder Birne hinzu – eine Balance aus Bitterkeit oder Süße, die den kräftigen Käse abrundet. Doch das klassische Rezept bleibt unschlagbar: warme Gnocchi in einer sämigen Gorgonzolasauce, bestäubt mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Parmigiano Reggiano.

Das Originalrezept für Gnocchi al Gorgonzola
Portionen: 4 Personen
Küche: italienisch
Zubereitungsdauer: 30 Minuten
Schwierigkeitsgrad: einfach
Zutaten
800 g Gnocchi (frisch oder selbst gemacht)
200 g Gorgonzola dolce (alternativ piccante für kräftigeren Geschmack)
200 ml Sahne
30 g Butter
50 g geriebener Parmigiano Reggiano
Salz und frisch gemahlener Pfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben
Optional: 40 g gehackte Walnüsse oder etwas frischer Thymian
Zubereitung
1. Gnocchi kochen:
Einen großen Topf mit reichlich gesalzenem Wasser zum Kochen bringen. Gnocchi hineingeben und garen, bis sie an die Oberfläche steigen. Dann sofort mit einer Schaumkelle herausnehmen und abtropfen lassen.
2. Gorgonzola vorbereiten:
In einer großen Pfanne Butter bei mittlerer Hitze schmelzen lassen. Gorgonzola in Stücke schneiden und hinzufügen. Sanft schmelzen lassen, nicht stark erhitzen.
3. Ablöschen:
Sahne einrühren und die Sauce bei niedriger Hitze cremig werden lassen. Mit Muskatnuss und etwas Salz abschmecken.
4. Vermischen:
Die gekochten Gnocchi direkt in die Sauce geben und vorsichtig vermengen. Wenn die Sauce zu dick ist, etwas vom Kochwasser hinzufügen.
5. Abschmecken:
Mit frisch gemahlenem Pfeffer und Parmigiano Reggiano bestreuen. Sofort servieren, solange die Gnocchi noch heiß und die Sauce cremig sind.

Kombinationsmöglichkeiten und Serviertipps
Beilagen
- Frischer Feldsalat mit Walnussdressing
- Gedünsteter Spinat mit Knoblauch und Olivenöl
- Ein Stück ofenwarmes Ciabatta
Variationen
- Mit Walnüssen: Die Sauce mit gehackten, leicht gerösteten Walnüssen bestreuen.
- Mit Birne: Fein geschnittene Birnenscheiben kurz in Butter schwenken und über das Gericht geben – klassisch piemontesisch.
- Mit Radicchio: In Venetien beliebt – fein geschnittener Radicchio wird kurz in der Sauce mitgeschwenkt.
Garnitur
- Etwas frischer Thymian oder ein Hauch Zitronenzeste für Frische
- Grob gemahlener Pfeffer als Abschluss
Die perfekte Weinbegleitung zu Gnocchi al Gorgonzola
Cremige Käsegerichte verlangen Weine mit Struktur und Säure. Sie müssen der Reichhaltigkeit der Sauce standhalten, ohne sie zu übertönen.
- Soave Classico DOC: Elegant, frisch und fein mineralisch – perfekt zu cremigen Saucen.
- Chardonnay aus dem Alto Adige: Sanfte Holznote, rund und harmonisch.
- Barbera d’Alba DOC: Ein leichter, fruchtiger Rotwein, der den Gorgonzola kontrastiert.
- Gewürztraminer: Aromatisch, leicht süßlich und ideal für alle, die den Käsegeschmack abmildern möchten.
Häufig gestellte Fragen zu Gnocchi al Gorgonzola
Kann man Gnocchi al Gorgonzola vorbereiten?
Sie können Gnocchi al Gorgonzola vorbereiten. Die Sauce lässt sich separat kochen und im Kühlschrank bis zu 2 Tage aufbewahren. Beim Erwärmen einfach mit einem Schuss Milch oder Wasser sanft erhitzen.
Welcher Gorgonzola eignet sich besser – dolce oder piccante?
Für Gnocchi al Gorgonzola eignet sich Gorgonzola dolce besser, da er cremiger und milder ist. Wer es würziger mag, kann Gorgonzola piccante verwenden.
