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Coniglio alla Cacciatore – Traditioneller italienischer Hasenbraten nach Jägerart
Der Coniglio alla Cacciatore, auf Deutsch „Kaninchen nach Jägerart“, ist ein klassisches Gericht der italienischen Küche, das vor allem in Mittel- und Süditalien geschätzt wird. Sein Name leitet sich von der traditionellen Zubereitungsweise ab, bei der Wild oder Kaninchen mit Kräutern und Gemüse „wie vom Jäger“ gekocht werden. Dieses Gericht vereint rustikale Einfachheit mit intensiven Aromen und zeigt die Kunst der italienischen Landküche: frische Zutaten, aromatische Kräuter und langsames Garen für einen unvergleichlichen Geschmack.
Herkunft und regionale Varianten
Ursprünglich entstand Coniglio alla Cacciatore in ländlichen Regionen Italiens, besonders in Toskana, Umbrien und Kampanien, wo Jäger das Kaninchen direkt nach der Jagd zubereiteten. Typisch ist die Kombination aus Tomaten, Oliven, Knoblauch, Zwiebeln und Kräutern wie Rosmarin und Salbei. Manche Regionen fügen auch Kapern oder Rotwein hinzu, um das Aroma zu vertiefen. Anders als in vielen modernen Interpretationen wird das Fleisch traditionell auf dem Herd langsam geschmort, um zart und saftig zu bleiben.
Regional gibt es leichte Abwandlungen: In Norditalien bevorzugt man eher einen Rotweinsud, während in Süditalien die Tomate dominanter ist. Serviert wird Coniglio alla Cacciatore klassisch mit Polenta, Kartoffeln oder frischem Ciabatta, um die köstliche Sauce aufzunehmen. Auch Pasta kann eine schmackhafte Beilage sein. Das Gericht ist ein Paradebeispiel für die Verbindung von Bodenständigkeit und Raffinesse, wie sie die cucina italiana auszeichnet.
Charakter und geschmackliche Merkmale
Ein besonderes Merkmal des Coniglio alla Cacciatore ist die harmonische Balance zwischen Würze und Säure. Die frische Tomate verleiht eine leichte Säure, während die Kräuter und der Knoblauch die Tiefe des Geschmacks betonen. Oliven und Kapern sorgen für eine mediterrane Note, die den traditionellen Charakter unterstreicht. Dieses Gericht lässt sich gut vorbereiten: Am nächsten Tag schmeckt es oft noch intensiver, da die Aromen Zeit hatten, sich zu verbinden.

Das Originalrezept für Coniglio alla Cacciatore
Portionen: 4 Personen
Küche: Italienisch
Zubereitungsdauer: 90 Minuten
Schwierigkeitsgrad: Mittel
Zutaten
1 ganzes Kaninchen (ca. 1,2 kg), in Stücke geschnitten
3 EL Olivenöl extra vergine aus Italien kaufen
1 große Zwiebel, fein gehackt
2 Knoblauchzehen, fein gehackt
400 g stückige Tomaten aus der Dose
100 ml trockener Rotwein
50 g schwarze Oliven, entsteint
1 EL Kapern
2 Zweige frischer Rosmarin
3 Blätter frischer Salbei
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack
Zubereitung
1. Kaninchen vorbereiten:
Die Kaninchenstücke salzen und pfeffern. Olivenöl in einem großen Schmortopf erhitzen. Die Fleischstücke rundum goldbraun anbraten, dann herausnehmen und beiseitelegen.
2. Gemüse anschwitzen:
Zwiebel und Knoblauch im verbleibenden Öl glasig dünsten.
3. Aromaten hinzufügen:
Rosmarin und Salbei kurz mitbraten. Dann die Tomaten, Oliven, Kapern und den Rotwein dazugeben. Alles gut vermischen.
4. Schmoren:
Die Kaninchenstücke zurück in den Topf legen. Zugedeckt bei niedriger Hitze ca. 45–60 Minuten schmoren, bis das Fleisch zart ist. Gelegentlich umrühren.
5. Abschmecken:
Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Optional etwas frische Petersilie darüberstreuen.

Kombinationsmöglichkeiten und Serviertipps
Beilagenoptionen
- Polenta: Cremig zubereitet, perfekt um die Sauce aufzunehmen.
- Kartoffeln: Ofenkartoffeln oder Kartoffelgratin ergänzen den deftigen Geschmack.
- Frisches Ciabatta: Ideal zum Auftunken der aromatischen Sauce.
- Pasta: Tagliatelle oder Pappardelle passen hervorragend.
Variationen
- Mit Rotwein marinieren: Vor dem Schmoren die Kaninchenstücke 1 Stunde in Rotwein einlegen.
- Mit getrockneten Pilzen: Für einen noch intensiveren Waldgeschmack.
- Mit Chili: Wer es etwas schärfer mag, kann frische Chilischoten hinzufügen.
Die ideale Weinbegleitung vom Sommelier empfohlen
Coniglio alla Cacciatore harmoniert mit vollmundigen, mittelkräftigen Rotweinen aus Italien:
- Chianti Classico (Toskana)
- Barbera d’Asti (Piemont)
- Nero d’Avola (Sizilien)
- Montepulciano d’Abruzzo (Abruzzen)
Die fruchtigen Aromen und die moderate Säure der Weine betonen die Kräuter und die Tomatennote des Gerichts.
