Wissenswertes:
Roddolo Flavio Barolo
Barolo Flavio Roddolo bei Mair Mair einkaufen.
Barolo mit Kultstatus, aber ohne Pomp: Der Barolo von Flavio Roddolo steht für eine sehr puristische, zurückhaltende Interpretation der Langhe. In der kleinen Cantina in Monforte d“Alba entsteht ein Wein, der viel Geduld verlangt und dafür Tiefe, Ernsthaftigkeit und eine sehr eigenständige Handschrift bietet.
Herkunft und Terroir
Der Barolo entsteht in Monforte d“Alba, im südlichen Teil der Appellation. Die Nebbiolo-Reben stehen an steilen Hängen auf kalk- und mergelreichen Böden mit niedrigem Ertrag. Das kühle Hügellage-Klima und die kargen Böden sorgen für straffe Tannine, frische Säure und eine betont klassische Struktur.
Rebsorten
Abgefüllt wird ein Barolo DOCG aus 100 Prozent Nebbiolo. Diese spät reifende Rebsorte bringt von Natur aus viel Tannin und eine lebendige Säure mit. In den Lagen von Monforte d“Alba zeigt Nebbiolo erfahrungsgemäß eine besonders kräftige, langlebige Ausprägung mit ausgeprägter aromatischer Tiefe.
Ausbau und Vinifikation
Die Trauben werden in Handarbeit gelesen und schonend verarbeitet. Die alkoholische Gärung erfolgt spontan im Edelstahltank, ausschließlich mit weinbergseigenen Hefen. Anschließend reift der Wein rund zwei Jahre in Eichenfässern verschiedener Größe, ohne Schönung oder Filtration, und ruht danach weiter in der Flasche, bis das Tannin eingebunden ist.
Charakter und Geschmack
Im Glas zeigt der Barolo von Flavio Roddolo ein tiefes Granatrot mit leicht orangenen Reflexen. In der Nase finden sich Noten von getrockneter Kirsche, Rosenblättern, Leder, Waldboden, Gewürzen und einer feinen, eisenartigen Mineralität. Am Gaumen wirkt der Wein kraftvoll und ernst, mit dichtem, griffigem Tannin, lebendiger Säure und einem langen, trockenen Finale, in dem sich würzige und erdig-mineralische Eindrücke über die Frucht legen.
Speiseempfehlung, Serviertemperatur und Genussreife.
Dieser Barolo passt hervorragend zu Schmorgerichten wie Brasato, zu Lammkeule, Wild, kräftigen Pilzgerichten und gereiftem Hartkäse. Ideal sind 16 bis 18 Grad und große Gläser; dem Wein sollte etwas Luft gegönnt werden, damit er seine komplexe, reife Aromatik vollständig zeigt. Dank Struktur und Tiefe ist er nicht nur jetzt, sondern auch nach vielen Jahren Flaschenreife ein spannender Begleiter.