Wissenswertes:
Barolo DOCG Via Nuova Pira e Figli
Barolo Via Nuova Chiara Boschis – Pira e Figli bei Mair Mair einkaufen.
Barolo gilt als König der piemontesischen Weine, muss aber kein Buch mit sieben Siegeln sein. Der Barolo Via Nuova von Chiara Boschis zeigt, wie zugänglich große Nebbiolo-Klasse wirken kann. Er verbindet die Finesse mehrerer Spitzenlagen mit der klaren Handschrift einer Winzerin, die Kraft und Eleganz bewusst in Balance bringt.
Herkunft und Terroir
Der Barolo Via Nuova ist eine Cuvée aus Trauben mehrerer Crus in den Gemeinden Barolo, Monforte d“Alba und Serralunga d“Alba. Dazu gehören Lagen wie Terlo, Liste, Ravera, Mosconi, Gabutti und Baudana. Die Weinberge liegen auf kalk- und tonreichen Mergelböden in mittlerer Höhenlage mit vorwiegend südöstlicher Ausrichtung. Das sorgt für reife Trauben, eine markante Mineralität und eine präzise, strukturierte Art.
Rebsorten
Der Wein ist ein Barolo DOCG aus 100 Prozent Nebbiolo, vor allem den traditionellen Klonen Michet und Lampia. Nebbiolo bringt von Natur aus hohe Tanninwerte, lebendige Säure und ein breites Aromenspektrum von roten Früchten, Blüten und würzigen Noten mit.
Ausbau und Vinifikation
Die Trauben stammen aus zertifiziert biologischem Anbau und werden von Hand gelesen. Im Keller erfolgt die Gärung temperaturkontrolliert in Edelstahltanks mit traditioneller Maischeführung. Anschließend reift der Barolo rund zwei Jahre in leicht getoasteten französischen Eichenfässern, teils in Barriques, teils in großen Holzfässern, bevor ein weiteres Flaschenlager folgt.
Charakter und Geschmack
Im Duft zeigen sich Kirschen, Himbeeren und hellere rote Früchte, dazu Veilchen, Rosen, Orangenzeste und Anklänge von Kräutern, Lakritz, Teer und mineralischen Noten. Am Gaumen wirkt der Via Nuova dicht, aber nicht schwer, mit fein geschliffenen, präsenten Tanninen und frischer Säure. Das lange Finale verbindet Frucht, Würze und eine klare, steinige Mineralität.
Speiseempfehlung, Serviertemperatur und Genussreife.
Der Barolo Via Nuova passt hervorragend zu Schmorgerichten aus Rind oder Lamm, zu Wild, kräftigen Ragùs und zu gut gereiften, aber nicht überreifen Hartkäsesorten. Ideal sind große Gläser, der Wein sollte etwas Zeit in der Karaffe bekommen. Bei einer Serviertemperatur von etwa 18 bis 20 Grad zeigt er seine ganze Komplexität und besitzt zugleich ein bemerkenswertes Reifepotenzial.