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Pasta Gorgonzola Radicchio – cremig, würzig & authentisch italienisch
Pasta Gorgonzola Radicchio ist ein klassisches Herbstgericht, das bittere Frische und cremige Würze verbindet. Altitalienisch heißt es oft „Pasta al Gorgonzola e Radicchio“. Man trifft es in vielen Varianten in Norditalien. Gorgonzola stammt aus der Region Lombardei und Piemont. Radicchio kommt traditionell aus dem Veneto, besonders aus Treviso. Die Kombination ergibt Kontraste: das salzig-süße Aroma des Käses gegen die herbe, fast mandelartige Note des Radicchio. So entsteht eine sehr italienische Geschmackskomposition.
Herkunft und regionale Unterschiede
In Norditalien nutzt man gern Gorgonzola dolce für eine mild-cremige Sauce. In anspruchsvolleren, leicht herberen Varianten greift man zu Gorgonzola piccante. Radicchio selbst hat mehrere Sorten: Radicchio rosso di Treviso ist länger und zarter, Radicchio tardivo ist kompakter und intensiver. Die Wahl beeinflusst die Textur und Bitterkeit des Gerichts.
Historisch ist die Kombination von Käse und bitterem Gemüse typisch für Regionen mit reichlich Milch- und Gemüseanbau. In der Hausküche wurde die Sauce oft mit Milch oder Sahne abgerundet. In moderneren Rezepten finden Sie Variationen mit Walnüssen, knusprigem Speck (Pancetta) oder einem Spritzer Zitronensaft. Einige Köche reduzieren Sahne und verwenden stattdessen mehr Käse und etwas Nudelkochwasser, um eine samtige Emulsion zu erreichen. Andere ersetzen die Pasta durch Gnocchi oder Risotto für eine andere Textur.
Zubereitung und Varianten
Regional kann das Gericht sehr unterschiedlich serviert werden. In der Lombardei bleibt die Sauce eher reich und sämig. In Venetien wird Radicchio intensiver angebraten, oft bis er leicht karamellisiert ist. In modernen Restaurants sehen Sie Ergänzungen wie geröstete Haselnüsse, Knusperbrotkrumen oder frische Kräuter wie Thymian. Für die Hausküche empfehle ich eine ausgewogene Balance: nicht zu viel Sahne, hochwertige Gorgonzola-Stücke und frischen, fest gewachsenen Radicchio.

Das beste Rezept Pasta Gorgonzola Radicchio
Portionen: 4 Personen
Küche: italienisch
Zubereitungsdauer: 35–40 Minuten
Schwierigkeitsgrad: mittel
Zutaten
400 g Pasta (penne rigate, rigatoni oder tagliatelle)
250 g Gorgonzola (dolce oder piccante, je nach Geschmack)
2 mittelgroße Köpfe Radicchio (ca. 400 g), grob geschnitten
1 Zwiebel, fein gewürfelt
2 EL Olivenöl extra vergine aus Italien kaufen
30 g Butter
150 ml trockener Weißwein
200 ml Schlagsahne (oder 150 ml Milch + 50 ml Sahne)
50 g geriebener Parmigiano Reggiano
Salz und frisch gemahlener schwarzer Pfeffer
Muskatnuss, frisch gerieben (nach Wunsch)
Optional: 40 g gehackte Walnüsse, geröstet
Optional: 80 g Pancetta, gewürfelt und knusprig gebraten
Zubereitung
1. Pasta kochen:
Einen großen Topf mit gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und die Pasta al dente nach Packungsanweisung kochen.
2. Zwiebeln anbraten:
Während die Pasta kocht, Olivenöl und Butter in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebel glasig dünsten.
3. Anbraten:
Radicchio hinzufügen und bei starker Hitze kurz anbraten, bis er zusammenfällt und leicht karamellisiert. Mit Salz und Pfeffer würzen.
4. Ablöschen:
Mit Weißwein ablöschen und reduciren lassen, bis nahezu keine Flüssigkeit mehr vorhanden ist.
5. Sahne und Gorgonzola einrühren:
Sahne einrühren und kurz aufkochen. Gorgonzola in Stücke schneiden und nach und nach zur Sauce geben. Unter Rühren schmelzen lassen, bis die Sauce homogen ist. Falls die Sauce zu dick wirkt, etwas Nudelkochwasser einrühren.
6. Parmesan dazugeben:
Parmigiano dazugeben und mit Muskatnuss abschmecken. Nicht zu heiß halten, damit der Käse nicht gerinnt.
7. Pasta dazugeben:
Pasta abgießen, dabei etwas Kochwasser auffangen. Pasta zur Sauce geben und gut vermengen. Falls nötig, mit 2–3 EL Kochwasser die Sauce binden.
8. Servieren:
Auf Teller verteilen und mit frisch gemahlenem Pfeffer, gerösteten Walnüssen oder knusprigem Pancetta garnieren.

Kombinationsmöglichkeiten und Serviertipps
Beilagen
- Frischer Rucola-Salat mit Zitronen-Vinaigrette
- Geröstetes Ciabatta oder knuspriges Focaccia
- Gedünstetes Wintergemüse, z. B. gebratene Chicorée-Blätter
Variationen
- Mit Pancetta: Pancettawürfel separat knusprig braten und vor dem Servieren unterheben.
- Weniger Sahne: Sahne halbieren und durch mehr Gorgonzola ersetzen; mit Nudelwasser binden.
- Nuss-Alternative: Walnüsse durch Haselnüsse oder Pinienkerne ersetzen.
Garnitur
- Zitronenzeste sehr sparsam für Frische
- Frisch gehobelter Parmigiano für zusätzlichen Umami-Geschmack
Die ideale Weinbegleitung vom Sommelier empfohlen
Zu Pasta Gorgonzola Radicchio passt Wein, der Frische und Säure bringt. So wird die cremige Sauce ausbalanciert.
- Soave Classico (weißer, trockener Wein aus dem Veneto).
- Pinot Grigio delle Venezie (leicht, fruchtig, trocken).
- Barbera d’Asti (leichter bis mittelkräftiger Rotwein mit guter Säure).
- Gewürztraminer trocken oder ein mineralischer Riesling (als kontrastreiche Alternative).
